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Samstag, 21. Februar 2009

Essen in Hessen II: Eissalon Dolomiti, Korbach

"Deutschland ist schön" – hieß es mal in einem Werbespot. Da ist was dran. Wir waren im schönen Hessenländle unterwegs und haben ein paar kulinarische Tipps für die Region Hochsauerland. Teil zwei: Eis essen in Korbach.

Vom vielen Sehenswürdigleits- und Landschaftsgucken kann man schon einmal eine kleine Stärkung zur Kaffeezeit vertragen. Gut wenn man sich dann in einer Stadt mit mehreren Eiscafés befindet. Da drei der vier Cafés in der Korbacher Fußgängerzone "San Marco" hießen, entschieden wir uns für das, welches eben nicht so hieß und gingen in den Eissalon Dolomiti.

Das seit 1958(!) bestehende Eiscafé wirkt von außen auf dem ersten Blick etwas bunt daher gewürfelt und setzt sich innen im Interior fort. Es wirkt alles bunt, abgegriffen und oldschool. Aber, und das ist mir wichtiger: Das Eis aus eigener Herstellung ist DER HAMMER! Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal so etwas leckeres gegessen habe. Es gibt eine riesige Auswahl an Eisbechern und es sind etwa zwanzig Sorten Eis im Angebot. Für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es überbackende Toasts und Baguettes. Ergänzt wird das Ganze mit der üblichen Auswahl an Heiß- und Kaltgetränken. Der Service ist freundlich und schnell. Die Bestellung wird zügig aufgenommen und schnell serviert.

Fazit: Der Laden hat irgendwie Charme, könnte allerdings dringend mal eine Rundum-Renovierung vertragen. Angesichts des vorzüglichen Eis kann man da aber auch drüber hinwegsehen.


Teil eins: Brasserie im Hotel Roggenland, Waldeck

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Mittwoch, 18. Februar 2009

Essen in Hessen I: Brasserie im Hotel Roggenland, Waldeck

"Deutschland ist schön" – hieß es mal in einem Werbespot. Da ist was dran. Wir waren im schönen Hessenländle unterwegs und haben ein paar kulinarische Tipps für die Region Hochsauerland. Teil eins: Waldeck.

Da im Winter keine Saison rund um den Edersee ist und fast alle Gaststätten geschlossen haben, waren wir auf der Suche nach einer Möglichkeit, um vernünftig Mittag essen zu können. In der Nähe des Schloss Waldeck wurden wir fündig.

Das Hotelrestaurant “Brasserie” im Ringhotel Roggenland überzeugt mit seinem hervorragenden und freundlichen Personal und den sehr gut zubereiteten Speisen. Das Interieur ist gepflegt und sauber mit einen Touch Anfang-90iger-Jahre-Stil, aber nicht unangenehm.

Die Brasserie ist familien- und kinderfreundlich. So gibt es für kleine Kinder Kinderstühle und für größere eine Kinderkarte, auf die der Nachwuchs mit bereitgestellten Buntstiften malen darf.

Die übersichtliche Karte geht von rustikal bis gehoben. Die Preise sind für ein Vier-Sterne-Hotel vernünftig. Das Essen ist ausgezeichnet, die Portionen sind reichhaltig und schön angerichtet. Die Bedienung ist sehr freundlich, aufmerksam und einfach nur angenehm.

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Mercedes Benz Music Magazin Vol. 12 und Mixed Tape 25

Album des Mixed Tape 25 Seit gestern ist die aktuelle Ausgabe des Mercedes Benz Music Magazin in der zwölften Ausgabe online. Diesmal ist das Thema "jazzyfied". Also alles irgendwie mit einer Spur Jazz und doch ganz schön anders. Diesmal mit dabei auch wieder zehn frische Titel als kostenloser Download in Form des Mixed Tape 25. Dazu hier Infos zu den ersten fünf Künstlern. Der Rest beim nächsten Mal.

StrayOtic – My Road
Eigentlich sind die beiden Multi-Instrumentalisten von StrayOtic als Duo glücklich. Doch neulich, bei einem Auftritt in der „Mercury Lounge” in der kanadischen Hauptstadt Ottawa, kamen sie mit der Türsteherin ins Gespräch. Sie sei eigentlich Sängerin, erzählte ihnen Patrice James. Und sie bewies es auch, am nächsten Tag im Studio. Das Resultat ist der Upbeat-Groove von “My Road”.

Sosue – After Love Is Gone
„Bedeutungsvolle Musik braucht eine harmonische Komposition, ein schönes Arrangement und gute Musiker”, meint Sosue aus Köln. „Außerdem transportiert sie eine anziehende Stimmung und „groovt”.” All das trifft hundertprozentig auf „After Love Is Gone” zu, ein entspanntes Instrumental mit einem wunderschönen Trompetensolo des Jazz-Lounge-Experten Christoph Titz.

Sencha – Dragonfly
„Sencha” ist der populärste grüne Tee aus Japan - und der Name einer Power-Pop-Band aus Deutschland. Schon vier Alben und eine Live-DVD haben die fünf Musiker aufgenommen, allesamt mit eigenen, selbst gespielten Liedern. „Dragonfly”, ihre versteckte Hommage an die Beatles, ist jetzt auch auf „Mixed Tape 25” zu hören.

Northbound – Forward
Mikko Roisko von „Northbound” beschreibt die Musik der Band als Downtempotriphopjazzfunkfolksoul – also als Mischung all ihrer liebsten Musikstile. „Wenn man Musik wirklich mit Worten beschreiben könnte, müsste man sie schließlich nicht mehr machen”, meint der Finne. Wie Recht er damit hat, zeigt unser marschierender Mixed Tape-Titel „Forward” – einer der Songs des im Sommer erscheinenden “Northbound”-Albums „Nowhere Near”.

Maren & Montauk – Too Fast
„Maren & Montauk” kommen nicht etwa aus Long Island bei New York, sondern aus Weimar in Thüringen. Trotzdem gefällt ihnen der indianische Name dieses Örtchens am Ostzipfel der USA - und die Erzählung von Max Frisch und das mysteriöse “Montauk Experiment” des US-Geheimdienstes haben sicher auch ihren Teil dazu beigetragen. Sicher ist, dass “Maren & Montauk” sehr internationalen und wunderschönen Pop mit Jazz-Anleihen und elektronischen Hilfsmitteln machen.

Hier dann noch mein Favorit der aktuellen Ausgabe: TettoryBad feat. Randolph mit dem Titel Ruff & Tuff.



Die komplette aktuelle Ausgabe sowie der Download des Mixed Tape 25 ist wie immer unter www.mercedes-benz.tv/mixedtape zu finden.

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Freitag, 6. Februar 2009

Pressearbeit: So arbeitet man bei der WELT KOMPAKT

Ja, ja – man müsste bei der Zeitung arbeiten. Man könnte zwischen den lästigen Aufgaben lustige Dinge machen, wie twittern, bloggen oder Filmchen für YouTube drehen. So jedenfalls der Anschein, wenn man sich mal das ansieht, was die Kollegen bei der WELT KOMPAKT so während der Arbeitszeit so treiben:

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Donnerstag, 5. Februar 2009

Anleitung: Hasselblad Magazindichtung für Kiev 88

Als ich mir vor einigen Monaten die Kiev 88 CM MLU kaufte, passierte mir noch vor dem ersten Filmeinlegen ein Missgeschick. Irgendwie habe ich beim ausprobieren mit dem Magazinschieber die Dichtung vom Filmmagazin kaputt gemacht. Nun habe ich zwar ein zweites Magazin, aber es könnte doch mal vorkommen, dass ich beide gleichzeitig benutzen möchte.

Also habe ich das Internet-Orakel nach eben einer solchen Dichtung befragt und feststellen müssen, dass es nicht so einfach ist an eine originale heran zu kommen. Meine Anfragen bei den Kiev-Spezialisten in Deutschland wurden immer gleich beantwortet: Wenden Sie sich an Foto Wiese in Hamburg. Habe ich gemacht, aber leider waren grad keine vorrätig und einen Preis konnte oder wollte man mir nicht nennen. Natürlich habe ich auch eine E-Mail an Arax in der Ukraine geschrieben. Die waren sehr nett und zuvorkommend, doch leider fand ich den Preis mit 20 Dollar für einen kleinen Streifen Kunststoff etwas zu hoch. Außerdem kamen mir die Zahlungsmodalitäten etwas komisch vor. Also weiter überlegt und zu dem Entschluss gekommen, dass eigentlich die Dichtungen der älteren Hasselblad-Magazine passen müssten. Die Kiev 88 ist ja schließlich ein Nachbau der Schwedin.

Auf der Seite von Stefan Heymann wird beschrieben, wie diese Dichtung bei einer Hassi gewechselt wird. Auf den abgebildeten Fotos ist auch die verblüffende Ähnlichkeit zu den Kiev-Magazinen zu sehen. Weiterhin steht da, dass man bei Dick Werner in den Staaten die nachgebauten Dichtungen bestellen kann. Preis: zwölf Dollar. Zwar für ein bisschen Kunststoff immer noch recht happig, aber günstiger als bei den Ukrainern und somit gleich mal geordert. Das Briefchen war innerhalb von ein paar Tagen inklusive Einbauanleitung da und ich hab mich gleich ans Werk gemacht diese einzubauen. Nun war mir ja klar, dass die Magazine nicht hundertprozentig gleich sind und die Dichtungen aller Wahrscheinlichkeit auch nicht. Glücklicherweise sind die Ersatzdichtungen etwas größer, als die der Kiev. So kann man diese mit einer Schere vorsichtig auf das richtige Maß zuschneiden. Wie das Ganze von Statten ging, kann man in der unten stehenden Galerie sehen. Der Einbau ist relativ einfach und ein wenig handwerklichen Geschick gut zu bewerkstelligen. Die Dichtung dichtet jedenfalls gut ab. Einziger Nachteil ist, dass der Magazinschieber recht schwergängig einzuführen ist. Das wird sich mit der Zeit aber geben, wenn der Schaumgummi etwas an Spannung nachgegeben hat.


Auf das Foto klicken, um die Galerie zu öffnen.

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Mittwoch, 4. Februar 2009

Fotogalerie: Küchenmakros mit der Kiev 88

Makroaufnahmen sind ein interessantes Gebiet der Fotografie und mit relativ geringem Aufwand zu betreiben. So benötigt man nicht unbedingt ein teures Makroobjektiv, sondern kann genau so gute Ergebnisse mit Zwischenringen erzielen. Diese Ringe, auch Extension Tubes genannt, bestehen meistens aus Metall und werden zwischen Kamerabody und Objektiv geschraubt. Sie haben keine Glaselemente. Dadurch verringert sich auch die Bildqualität nicht, da nur Luft dazwischen ist. Es gibt diese Ringe verschiedenen Breiten und wenn man mehrere davon hat, kann man sie kombinieren und so den gewünschten Abbildungsmaßstab erreichen.

Nachteil der Zwischenringe ist, dass das Licht absorbiert wird und sich dadurch die Belichtungszeit verlängert. Außerdem verringert sich die Tiefenschärfe, so dass man mindestens mit Blende 8, besser noch kleiner – je nach Licht, belichten muss. Somit fällt ein Schuss aus der freien Hand schon mal aus und ein Stativ wird zur Pflicht. Auch empfehlenswert ist es mit Spiegelvorauslösung zu arbeiten. Gerade bei größeren Spiegelreflexkameras kann der Spiegelschlag sonst zu Verwacklungen führen.

Die unten stehenden Bilder sind mit folgendem Setup gemacht worden: Kiev 88 CM MLU mit Arsat 80mm auf AGFA Optima II, ISO 200 (abgelaufen 05/2003). Scan vom Negativ mit Silverfast, EBV in Picasa 3 (Farb- und Belichtungskorrektur, Beschnitt). Die Farbschläge kommen von den Studioleuchten, die der Film nicht ganz so vertragen hat. Man lernt halt nie aus.

Auf das Foto klicken, um die Galerie zu öffnen.

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Sonntag, 1. Februar 2009

Nachruf: Das Café Garbáty in Berlin Pankow hat geschlossen - für immer

Es gibt Orte an denen man sich so richtig wohlfühlt und man gerne ist. Meistens sind es die eigenen vier Wände. Manchmal kann auch eine Kneipe zum zweiten Wohnzimmer werden. Eben solch ein zweites Zuhause war das Café Garbáty in Berlin Pankow. Doch seit heute gehört das der Vergangenheit an. Ein persönlicher Nachruf.

Ich kannte das Garbáty schon bevor ich Pankow kannte und hier herzog. Das lag an Jana, die damals mit einem meiner Onkel verheiratet war und in diesem Laden arbeitete. Und obwohl Jana nur anderthalb Jahre älter ist als ich, war sie fortan "die Tante". Die Tante und der Onkel feierten ihre Hochzeitsparty im Café G. und wir enterten zum ersten Mal die Lokalität. Es war noch nicht alles fertig und es sah etwas gewöhnungsbedürftig aus. Der Tresen war noch ein Provisorium und überall waren noch Kleinigkeiten auszubessern. Es war ja schließlich ein altes Haus. Da hat man immer Baustelle. Und obwohl das alles auf den jungen Kleinstädter aus der Provinz etwas ranzig wirkte, hinterließ der Ort einen angenehmen Eindruck. Das Virus war geimpft.

Es folgte eine Jahresendparty und mehrere Besuche und bald darauf zogen wir nach Pankow. Ganz in die Nähe vom Café G. (500 Meter - höchstens). Ich fing an im Laden auszuhelfen und machte etwas Facility Management und es folgten erste Einsätze als Einlasser bei Veranstaltungen. Nebenbei machte ich meine Weiterbildung, denn eine hauptberufliche Beschäftigung im Gastrobereich kam für mich nicht in Frage. In dieser beruflichen Weiterqualifikation erlernte ich auch das Erstellen von Internetseiten und es dauerte nicht lange und ich konnte Wolf, dem Betreiber des Cafés, davon überzeugen, eine Webseite zu erstellen. Die Homepage www.cafe-garbaty.de war geboren. Bald darauf machte ich noch das Programm mit und schickte es an die Presse. Das ging dann erst einmal eine Weile so weiter bis mein erstes Kind auf die Welt kam. Ich nahm mir erst einmal eine Garbáty-Auszeit, konnte aber nicht lange ohne aushalten. Ich übernahm wieder Flyer sowie Webseite und irgendwann, als unsere Tochter etwas größer war, gewöhnten wir uns an, fast jeden Tag nach dem Feierabend und vor dem Sandmann auf eine Stunde im Laden vorbei zu schauen um die Tante zu besuchen. Als das Kind noch älter war gingen wir auch wieder zu DJ Axel. Das war einmal im Monat und war Disco für Große. Ohne Mainstream, mit einem Publikum zwischen 25 und 65 Jahren. Das war immer richtig geil.

Alles war schön und es herrschte Friede, Freude, Eierkuchen. Aber nur dem Anschein nach. Im Hintergrund liefen ein paar Dinge nicht so wie sollten. Ich möchte hier jetzt auch gar nicht näher darauf eingehen. Jedenfalls hieß auf einmal, dass das Café G. raus soll und alles nun vorbei ist. Freunde des Cafés gründeten einen Verein und kämpften fortan für den Erhalt. Es gab Aktionen und Demonstrationen. Solidaritätskonzerte und Unterstützungs-Merchandising. Wer möchte, kann sich darüber auf der Vereinshomepage www.garbaty-verein.de Infos holen. Dort sind auch die Hintergründe näher beschrieben. Klar war aber: Es ist alles nur ein Spiel auf Zeit. Die Uhr tickt und irgendwann in naher Zukunft heißt es - Feierabend. Für immer. Dieses "Irgendwann" wurde bald konkret: 01. Februar 2009. Keiner wollte es so richtig glauben. Und doch war es nun unabwendbar. Die letzte Woche war schlimm. Nach und nach wurde alles abgebaut und weggebracht. Freitag und Samstag die letzten Parties. Gestern habe ich auch noch einmal mit angepackt und geholfen. Und dann war das Wohnzimmer weg.

Heute waren wir ein allerletztes Mal da, haben eine Traueranzeige am Zaun angebracht und ein paar Trauerlichter angezündet. Noch einmal zehn Minuten rein um Hallo und auch gleich wieder Tschüß zu sagen. Die Tante war auch nicht da. Und Wolf war nicht gut drauf. Wir sind es auch nicht und trauern in aller Stille.

Danke an: Wolf, Jana, Maria, Norman, Max, Jörgen, Axel, Katja, Nadja, Mügge, Ilka, Anja, Dan, Stefan, Alex, Nicole, Inna und alle anderen, die mir jetzt nicht einfallen.

Auf das Foto klicken um die Galerie zu starten

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